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Schnelltest auf Leishmaniose bei Hunden – Canine Leishmania (LSH Ab) Rapid Test

Schnelltest auf Leishmaniose bei Hunden – Canine Leishmania (LSH Ab) Rapid Test

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Der Leishmaniose-Schnelltest für Hunde (LSH Ak) ist ein diagnostisches Hilfsmittel zum schnellen Nachweis von Antikörpern gegen Leishmania infantum – dem Erreger der caninen Leishmaniose. Das Ergebnis liegt bereits nach 5 bis 10 Minuten vor, sodass ein direktes Screening im Zwinger möglich ist, ganz ohne Wartezeit auf ein externes Labor. Für Züchter in Endemiegebieten oder mit Zuchttieren, die in Südfrankreich oder anderen Mittelmeerregionen unterwegs waren, ist dieser Test ein wichtiger Baustein im Gesundheitsmanagement – insbesondere vor jeder Zuchtplanung.

Produkteigenschaften

  • Enthält Kassetten und Materialien für 10 Tests
  • Ergebnisse in 5-10 Minuten
  • Für Ganzblut-, Serum- oder Plasma-Proben
  • Hohe relative Sensitivität (100%)
  • Hohe relative Spezifität (97,5%)
  • Hohe relative Genauigkeit (98,4%)
  • Kann bei Raumtemperatur bis zu 24 Monate gelagert werden

Testverfahren

Schritt-für-Schritt-Ablauf zur Durchführung des Canine Leishmania (LSH Ab) Schnelltests – von der Probenahme bis zum Ergebnis

Was ist die canine Leishmaniose?

Die canine Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch das Protozoon Leishmania infantum verursacht und durch den Stich von Sandmücken übertragen wird – kleine Insekten, die weder mit Mücken noch mit Zecken zu verwechseln sind. Es handelt sich um eine potenziell schwere, chronisch verlaufende Krankheit, die im Mittelmeerraum endemisch ist. Südfrankreich zählt seit Langem zu den betroffenen Regionen, wobei sich das Verbreitungsgebiet der Sandmücke laut europäischen Überwachungsdaten in den letzten Jahren zunehmend nach Norden ausdehnt – nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Nach der Infektion kann sich der Erreger im Körper ausbreiten (Haut, Lymphknoten, Knochenmark, Nieren und weitere Organe). Die Inkubationszeit ist mitunter lang und kann sich über mehrere Monate bis Jahre erstrecken, bevor klinische Symptome auftreten.

Warum ist ein Test für Zuchtbetriebe sinnvoll?

Risikogebiete und die Mobilität von Zuchttieren

  • Ein Test ist besonders sinnvoll für Zuchtbetriebe in Endemiegebieten sowie für Zuchttiere, die – auch nur vorübergehend – in einem Risikogebiet waren (Urlaub, Deckreise, saisonale Wanderungen)
  • Die geografische Ausbreitung des Überträgers macht Wachsamkeit auch über die klassischen Risikogebiete hinaus sinnvoll

Bedeutung für die Zucht

  • Eine Übertragung von der Mutterhündin auf die Welpen (transplazentar oder während der Geburt) ist in der veterinärmedizinischen Fachliteratur dokumentiert – ein guter Grund, Zuchthündinnen in Risikogebieten vor jeder Deckung zu testen
  • Eine symptomatische Erkrankung kann den Allgemeinzustand eines Zuchttiers dauerhaft beeinträchtigen

Keine vollständige Heilung möglich

Eine vollständige Elimination des Erregers ist beim infizierten Hund derzeit nicht möglich; die Behandlung zielt auf eine langfristige Kontrolle der Erkrankung und ihrer Symptome ab. Umso wichtiger sind Prävention, frühzeitige Diagnostik und Schutz vor Sandmückenstichen.

Symptome der caninen Leishmaniose

Die klinischen Anzeichen sind vielfältig und entwickeln sich häufig schleichend – ein Grund, warum ein aktiver Test in Risikogebieten sinnvoller ist als das alleinige Abwarten sichtbarer Symptome:

  • Hautveränderungen: Dermatitis, Haarausfall (v. a. um Augen, Ohren, Nasenrücken), Ulzerationen, Krusten
  • Fortschreitender Gewichtsverlust trotz erhaltenem Appetit
  • Geschwollene Lymphknoten (generalisierte Lymphadenopathie)
  • Übermäßiges Krallenwachstum (Onychogrypose) – ein recht charakteristisches Anzeichen
  • Lethargie und verminderte Aktivität
  • In fortgeschrittenen Fällen: Nierenbeteiligung bis hin zur chronischen Niereninsuffizienz, einer der Haupttodesursachen im Zusammenhang mit der Erkrankung

Empfohlenes Testprotokoll für Zuchtbetriebe

Vor jeder Zuchtplanung in Risikogebieten

Beide Zuchttiere testen, insbesondere wenn eines von beiden in einem Endemiegebiet lebt oder dort war.

Nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet

Ein Test wird empfohlen für jeden Hund, der sich vorübergehend in Südfrankreich, Spanien, Italien oder anderen anerkannten Mittelmeer-Endemiegebieten aufgehalten hat – unter Berücksichtigung der teils langen Inkubationszeit, bevor Antikörper überhaupt nachweisbar werden.

Routinemäßig für Zuchtbetriebe in Endemiegebieten

Ein regelmäßiger Test der Zuchttiere, kombiniert mit Präventionsmaßnahmen gegen Sandmückenstiche (spezielle Repellents, imprägnierte Halsbänder, Anpassung der Auslaufzeiten außerhalb der Hauptaktivitätszeiten der Vektoren).

Was tun bei einem positiven Testergebnis?

  • Ein positives Ergebnis sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt bestätigt und im Kontext des Gesamtbildes des Tieres interpretiert werden – ein Hund kann seropositiv sein, ohne aktiv erkrankt zu sein
  • Ein bestätigt positiver und symptomatischer Hund benötigt eine langfristige tierärztliche Betreuung inklusive regelmäßiger Kontrolle der Nierenfunktion
  • Ob ein positives Tier weiter zur Zucht eingesetzt wird, ist eine Entscheidung, die gemeinsam mit dem Tierarzt getroffen werden sollte – unter Berücksichtigung des Übertragungsrisikos auf die Nachkommen und des allgemeinen Gesundheitszustands

Häufige Fragen von Züchtern zur caninen Leishmaniose

Mein Zuchtbetrieb liegt in Norddeutschland – muss ich mir Sorgen machen?

Das Risiko ist außerhalb der Mittelmeerregionen historisch geringer, aber die in den letzten Jahren beobachtete geografische Ausbreitung des Überträgers rechtfertigt erhöhte Wachsamkeit – insbesondere, wenn Zuchttiere aufgenommen werden, die sich in südlichen Regionen oder im Ausland in Risikogebieten aufgehalten haben.

Gibt es eine Impfung gegen canine Leishmaniose?

Es gibt Impfstoffe, die als ergänzende Präventionsmaßnahme infrage kommen und mit dem Tierarzt besprochen werden sollten. Sie ersetzen jedoch weder den Schutz vor Sandmückenstichen noch den Test von Zuchttieren in Risikogebieten.

Kann ein positiver Hund die Erkrankung auf seine Welpen übertragen?

Eine Übertragung von der Mutterhündin auf die Welpen ist in der Fachliteratur dokumentiert. Das rechtfertigt einen Test von Zuchthündinnen in Risikogebieten vor jeder Deckung sowie eine engmaschige Beobachtung des Wurfs bei positivem Status der Mutter.

Wie lange nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet sollte ich mit dem Test warten?

Die Inkubationszeit kann lang sein, mit einer variablen Zeitspanne, bis Antikörper überhaupt nachweisbar sind. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Tierarzt über den passenden Testzeitpunkt oder eine wiederholte Kontrolle.

Ist canine Leishmaniose auf den Menschen übertragbar?

Leishmaniose ist eine Zoonose, die Übertragung erfolgt jedoch über den Stich der Sandmücke – nicht durch direkten Kontakt zwischen Hund und Mensch.

Muss ein positiver Hund von der Zucht ausgeschlossen werden?

Das ist eine Entscheidung, die gemeinsam mit dem Tierarzt getroffen werden sollte, unter Berücksichtigung des Übertragungsrisikos auf die Nachkommen und des allgemeinen Gesundheitszustands des Tieres. Eine pauschale Regel gibt es nicht.

Weiterführende Informationen und Quellen

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